Karnevals-Predigt

Faschingsonntag

Lesejahr B

 

Wenn auch in diesem Protestanten-Land

Der Fasching fast komplett verschwand

Ist’s an diesem Abend nicht zu leugnen

Und darum wollen wir es auch bezeugen

Dass am Mittwoch wird die Fastenzeit beginnen,

weswegen wir heut Abend noch ein bisschen spinnen. (ein ganz kleines bisschen)

 

Denn schon Paulus, sonst eher nicht für Spaß bekannt,

hat in seinem Brief erkannt,

 

31Ob ihr esst oder trinkt oder etwas anderes tut: tut alles zur Verherrlichung Gottes!

 

Daher soll mit Sicherheit auch das Lachen,

die Ehre Gottes größer machen.

 

Doch das Evangelium,

will dazu so gar nicht seinen Beitrag tun.

 

Von einem Einsamen ist dort die Rede,

der vom Aussatz ganz besessen,

von allen anderen am liebsten noch vergessen

 

Abseits darben und auf’s Sterben warten soll,

denn das Gesetz ist mit dieser Regel voll.

 

Die Angst ist es, die hier regiert,

Mitleid wird sofort negiert,

Und so ist die Lage dieses Menschen,

ohne irgendeine Chance für sich zu kämpfen

trostlos, hoffnungslos.

 

Doch wo Menschen ihre Grenzen haben,

auch mit Gesetzen, die sie selber gaben,

Da ist für einen ganz besonderen Mann,

Prinzip Hoffnungslosigkeit noch lang nicht dran.

 

Vor Jesus wirft sich dieser Kranke nieder,

streckt von sich alle seine bleichen Glieder

und erspürt im tiefsten seines Herzens,

der ist es, der von meinen Schmerzen

mich kann befreien und auch heilen,

wenn ich nur darf bei ihm verweilen.

 

40Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.

 

Hören wir den Kranken sagen,

und denken, JA Herr, hab mit ihm erbarmen!

Zeig uns, dass mit Deinem weiten Herzen,

niemand es sich kann verscherzen,

dass mit jedem der nur zu Dir eilt,

deine Liebe wird geteilt

Und sie stärker ist als jedes Böse,

weil in Dir allein die göttlich Größe

ist das Maß und auch unendliche Kraft,

die überall das Gute schafft.

 

Voll Freude dürfen wir erkennen,

und der Evangelist wird es benennen,

dass Du sofort gehandelt hast,

und von dem Kranken nimmst die Last

 

Deine Segenshand gestreckt,

sofort neues Leben hat erweckt.

 

Ich will es - werde rein!

 

Klingt es in unsren Ohren,

und bevor wir es ganz fassen,

muss der Aussatz von dem Armen lassen.

 

Er ist rein, befreit von allem Schmutz,

von aller Qual und aller Sünd.

 

Was will uns jetzt an diesem Abend,

der uns hat zur khg getragen,

diese Botschaft denn nun sagen?

 

Auch wenn die Lage noch sehr,

ist mit Auswegslosigkeiten schwer,

Wenn wir schon lange nicht mehr weiterwissen

Oder sind im Schmerze ganz verbissen,

Dann ist da immer noch der Eine,

der von aller Sünde reine,

der uns niemals lässt alleine,

der bei uns ist, selbst wenn wir es nicht spüren,

der immer will auf rechten Weg uns führen.

 

Dann ist da dieser Jesus Christ,

der immer unsere Hoffnung ist,

für den kein Feind – nicht mal der Tod

auch keine andre große Not

eine Hürde könnte machen,

so dass nicht Er am Schluss könnt lachen.

Amen.